Acht Monate warteten die Bewohner der kleinen Ortschaft Marginea im rumänischen Kreis Suceava, nachdem Hochwasser eine Brücke beschädigt hatte und die Einwohner damit von ihrer Umgebung abschnitt. Wie hotnews.ro berichtet, verloren sie schließlich die Geduld mit immer neuen Versprechungen der Behörden und bauten schließlich innerhalb eines Tages die Brücke selber. Dies bringt nun die Bewohner in juristische Schwierigkeiten: wegen fehlender Baugenehmigung wurde gegen sie Anklage erhoben. Dagegen regt sich Protest im Internet, eine Petition zugunsten der „Brückenbauer“ wurde bereits mehr als 1.000 mal unterzeichnet.
Montag, 2. März 2009
Freitag, 27. Februar 2009
Wird Moskau eine Stadt der Fahrradfahrer?
Bisher ist Moskau wahrlich keine Hauptstadt der Fahrradfahrer. Die Zeitung Nowye Izweztija rechnete ihren Lesern nun vor, daß auf einen Einwohner der Metropole ein Viertelmillimeter Fahrradweg entfalle – bei einer Gesamtlänge von 2,5 Kilometern. Der entspechende Wert für die finnische Hauptstadt Helsinki beträgt danach bis zu einem Meter. Und weiter schreibt die Zeitung von Fahrradparkplätzen in Amsterdam, die Platz für 20.000 Fahrräder bieten würden – während dieses Konezpt in Moskau noch völlig unbekannt sei.
Dies könnte sich nun ändern, jedenfalls, wenn es nach dem Willen des russischen Fahrradfahrerverbandes geht. Dieser wirbt damit für den Umstieg auf den Drahtesel, daß ein Fahrradfahrer in den vom Stau verstopften Straßen Moskaus für fünf Kilometer nur 16 Minuten benötige, ein Autofahrer dagegen 44. Außerdem sei Fahrradfahren gesünder. Ein weiteres Argument könnte sich jedoch in Zeiten der Wirtschaftskrise, die Rußland besonders hart trifft, als noch schlagkräftiger erweisen: der Kostenfaktor. Die Durchschnittskosten für die Nutzung eines Fahrrads veranschlagt der Klub auf 25 Dollar pro Monat gegenüber 150 Dollar für ein Auto.
Mit einem Vorurteil wollten die Fahrradaktivisten gerne aufräumen: Daß das russische Klima einfach nicht geeignet zum Fahrradfahren wäre, sei ein Mythos. Wen dies noch nicht überzeugt, der kann im Internet zunächst in einem russischen Fahrradmagazin unter dem Titel pro Velo stöbern.
Mittwoch, 3. Dezember 2008
Rußland: Geistliche auf Verkehrspatrouille
Die Verkehrspolizei im russischen Gebiet Pensa arbeitet nach einem Bericht der „Novyje Izwestija“ mit der orthodoxen Kirche zusammen, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken. Danach gehen seit Beginn diesen Monats Verkehrspolizisten gemeinsam mit Geistlichen auf die Streife. Verkehrssünder erwartet anstelle einer Strafe eine erbauliche Ansprache des kirchlichen Würdenträgers. Ein Sprecher der Verkehrspolizei der Stadt Kusnezk sagte, daß sich nach nur zwei Aktionen die Zahl der Unfälle bereits verringert habe. Während laut dem Bericht in Rußland bereits eine längere Tradition des Engagements der Kirche gegen Verkehrsunfälle besteht, werden immer wieder auch Geistliche wegen Verstößen festgenommen, unter anderem wegen Trunkenheit am Steuer oder Fahren ohne Führerschein. Als Randnotiz wird eine Debatte in Ungarn erwähnt, wo Priester für sich eine Ausnahme vom strengen Alkoholverbot am Steuer forderten, da sie beruflich Meßwein trinken müßten.