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Samstag, 20. September 2008

Albanischer Nationalheld auf Weltreise

Skanderbeg, mit richtigem Namen Gjergj Kastrioti (1405-1468), wird in Albanien als Nationalheld betrachtet. Er verteidigte Albanien gegen die Osmanen. Nun soll sein Ruf offenbar in der ganzen Welt verbreitet werden, wie aus einem Bericht des „Eesti Päevaleht“ hervorgeht. Danach tritt eine Organisation mit dem Namen Solidest (Association de Solidarité pour le Dévelopement des Pays de l'Est, weitere Informatioen hier) an Städte in der ganzen Welt heran, um Denkmäler für Skanderbeg aufzustellen. Erfolg hatte sie bereits in Städten wie Skopje, Tirana, Rom, Brüssel und Genf. Angefragt wurde aber auch in Toronto, Buenos Aires und sogar Madagaskar. Nun ist die Organisation offenbar auch in Estland aktiv bemüht, das erste Reitermonument zu Tallinns Stadtbild hinzuzufügen. In dem Antrag ist die Rede von Paralellen in der Geschichte Estlands und Albaniens. „Beide Länder wurden kolonisiert, okkupiert, befreit und erneut okkupiert“, heißt es. Die Reaktion in Tallinn ist jedoch eher skeptisch. Die stellvertrende Bürgermeisterin von Tallinn, Kaia Jäppinen, sprach davon, daß Projekt der Stadt vorstellen zu wollen, was aber nicht bedeute, daß auch ein Denkmal errichtet werde.

Donnerstag, 18. September 2008

Kehrt Dserschinski zurück?

Wie „Novij Region“ berichtet, hat sich der Dumaabgeordnete und Mitglied des Sicherheitsausschusses der Duma Wladimir Kolesnikow dafür ausgesprochen, das Denkmal für Felix Dserschinski vor dem Hauptquartier des russischen Geheimdienstes FSB am Moskauer Lubjanka-Platz wieder aufzustellen. Kolesnikow, der Mitglied der Regierungspartei „Jedinaja Rossija“ ist, wurde darin von seinem Kollegen Iwan Melnikow von der Kommunistischen Partei unterstützt. Felix Dscherschinski (1877-1926) war Vorsitzender der sogenannten „Tscheka“, der politischen Polizei der Sowjetunion, die Ermordung tausender vermeintlicher Feinde der Revolution verantwortlich war. 1991 wurde sein Denkmal an der Lubjanka entfernt, unmittelbar daneben wurde ein Gedenkstein für die Opfer des Gulag aufgestellt. Der kommunistische Dumaabgeordnete Melnikow sprach davon, daß Dserschinski nicht bloß ein Symbol sei, sondern „ein Vorbild für jeden.“

Freitag, 18. Januar 2008

Irisch-estnische Namensvettern - Oscar Wilde und Eduard Vilde

Unzählige Irish Pubs in aller Welt mögen den Namen des irischen Schriftstellers Oscar Wilde (1854-1900)  tragen. Im Falle des "Wilde Irish Pub" in der südestnischen Stadt Tartu hat dieser Name jedoch eine doppelte Bedeutung - er erinnert gleichzeitig an den Namensvetter Eduard Vilde (1865-1933). Vilde gilt als Begründer des estnischen Realismus. Vor dem Pub in Tartu sitzen die Skulpturen der beiden Autoren nebeneinander und bieten ein beliebtes Fotomotiv für Touristen, die sich zu Wilde und Vilde auf die Bank setzen.

Eine Kopie der Skulptur erhielt die irische Stadt Galway als Geschenk der estnischen Regierung sowie der Stadt Tartu. Nachdem dort im vergangenen Oktober ein Riß in der Granitbank, auf der die Schriftsteller sitzen, entdeckt wurde und diese auseinanderzubrechen drohte, verfolgt die estnische Presse den Fall aufmerksam. Erst mit einiger Verspätung wurden an dem Denkmal Reparaturarbeiten durchgeführt, die allerdings immer noch nicht alle zufriedenstellen. Der Stadtverordnete Padraic Conneely meinte, dass die erst nach drei Monaten durchgeführten Reparaturen noch einiges zu wünschen übrig ließen und verwies auf einen rostenden Riß, der noch immer zu sehen sei. Neben der estnischen Presse hat sich des Themas nun auch der irische Galway Advertiser angenommen.

Dienstag, 14. August 2007

Lettische Stadt verlegt Kriegerdenkmal

Wie postimees.ee berichtet, soll in der lettischen Stadt Bauska ein Gedenkstein, der an sowjetische Soldaten erinnert, vom Hauptplatz auf den Friedhof verlegt werden. Die Arbeiten dazu sind bereits seit dem 9. August im Gange und sollen noch bis zum 1. September andauern. Die Mehrheit der Einwohner unterstütze die Verlegung, teilte die Stadtverwaltung mit.