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Mittwoch, 17. September 2008

Bloggen mit Open Office

Diesen Eintrag habe ich mit dem Textverarbeitungsprgramm von Open Office 3.0 sowie der Erweiterung Sun Weblog Publisher 1.1.0 geschrieben. Eine, wie ich finde, sehr angenehme Art zu bloggen. Auch wenn das bisher noch nicht vorgekommen ist, ist beim Schreiben auf der Benutzeroberfläche hier auf blogspot.com immer ein ungutes Gefühl dabei, versehentlich den gesamten bereits geschriebenen Text zu verlieren. Wermutstropfen ist nur, daß es sich bei der Erweiterung zunächst um eine zeitlich begrenzte Testversion handelt.


Hier die Kurzanleitung für alle, die auch mit Open Office bloggen wollen: Nach der Installation der Erweiterung zunächst über den Menüpunkt Extras -> Optionen ein Blog hinzufügen. Neben Blogger wird beispielsweise auch Wordpress unterstützt. Über die Schaltfläche „ An Weblog...“ kann der Text dann einfach hochgeladen werden.

Nachtrag: Was leider noch nicht geklappt hat, war die "Labels" unter dem Eintrag mit hochzuladen, das mußte ich hinterher doch über die Benutzeroberfläche machen.

Freitag, 15. August 2008

Rußland: erneut Blogger vor Gericht

Vor einem Jahr berichtete Osteuropablog über den Fall des russischen Bloggers Savva Terentjev, der wegen "Schürens sozialer Zwietracht" angeklagt wurde. Terentjev wurde zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Nun steht zum zweiten Mal ein Blogger in Rußland vor Gericht.

Wie "Novye Izwestija" berichtet, wird dem Koordinator der oppositionellen Jugendwegung "Oborona" (Verteidigung) im Oblast Kemerowo, Dmitrij Solowjew vorgeworfen, die Arbeit von Miliz und Geheimdienst FSB in seinem Blog kritisiert und dadurch "sozialen Haß" geschürt zu haben. Demgegenüber bestritt der Anführer von "Oborona", Oleg Kozlowskij, daß in Solowjews Veröffentlichungen im Netz Aufrufe zur Gewalt oder Beleidigungen der Behörden zu finden seien. 

Am vergangenen Dienstag fand bei Solowjew eine Hausdurchsuchung statt, sein Computer sowie Materialien von "Oborona" wurden beschlagnahmt. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft. Oleg Kozlowskij sagte, seine Bewegung wolle dafür kämpfen, daß sich der Fall Terentjev nicht wiederhole. Wenn dies passiere, sei ein großer Teil der Internetgemeinschaft in Gefahr, die Kritik an den Behörden übe.

Sonntag, 10. August 2008

Blog des georgischen Außenministeriums bei Blogspot?

Ein neueröffnetes Blog unter der Adresse georgiamfa.blogspot.com veröffentlicht englischsprachige Nachrichten über die Situation in Georgien und Südossetien im Namen des georgischen Außenministeriums. Die offizielle Seite des georgischen Außenministeriums war zuvor Angriffen von Hackern ausgesetzt gewesen.

Quelle: Gruusia välisministeerium avas Blogspotis lehe

Dienstag, 14. August 2007

Russischem Blogger droht Haft wegen Beleidigung der Polizei

"Bullen und Schläger - das ist dasselbe. Es wäre nicht schlecht, wenn untreue Polizisten regelmäßig auf dem Stefanovskij - Platz verbrannt würden." Diese Worte, veröffentlicht als Kommentar im Blog eines Journalisten könnten einen russischen Blogger und Musiker teuer zu stehen kommen - ihm drohen eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft.

Savva Terentjev lebt in Syktywkar, der Hauptstadt der Republik Komi im Norden Russlands. Er führt einen Blog, in dem er hauptsächlich von seinen musikalischen Vorlieben berichtet und seine Band "Durdom" als "die beste Ska-Punkgruppe der Republik Komi" bezeichnet. Die Vorgeschichte der ihm zu Last gelegten Äußerungen beschreibt gazeta.ru:  Danach begann alles im Dezember 2006, als Angehörige der Einheit "K" (für Computerkriminalität) des Innenministeriums von Komi die Redaktion der Zeitung "Iskra" durchsuchten und dort gefälschte Software entdeckten. Die anschließende Beschlagnahmung von sechs Festplatten sehen Mitarbeiter der Zeitung als Reaktion auf deren oppositionelle Ausrichtung und die Unterstützung eines für die herrschende Partei "ungünstigen" Kandidaten bei den Wahlen in der Republik an. Auf diesen Vorfall bezog sich ein Benutzer mit dem Namen "terentjev", als er im Blog des Journalisten Boris Suranov die oben zitierte Äußerung über das öffentliche Verbrennen von Polizisten schrieb.

Ein Strafverfahren gegen Terentjev wurde im März 2007 eingeleitet, nachdem sich ein Leser des Blogs über die Äußerung beschwert hatte. Angehörige der Einheit "K" führten am 16. März eine Hausdurchsuchung beim Blogger und Musikanten durch und beschlagnahmten Computer und Disketten. Der Vorwurf, der gegen ihn erhoben wurde, lautete auf "Schüren sozialer Zwietracht". Terentjev bestreitet diesen Vorwurf; er habe keinerlei Zwietracht schüren wollen, sagt er. 

Vier Monate brauchten die Behörden, um die Frage der Urheberschaft Terentjevs für den Kommentar zu klären. Eine erste Analyse durch eine Doktorin der Philologie ergab, daß der beanstandete Text weder einen Aufruf zu "sozialer Feindschaft" enthalte noch sein Verfasser zu ermitteln sei. Eine zweite Analyse durch vier lokale Wissenschaftler ergab dann in beiden Fragen das gegenteilige Resultat. Dabei stützen sich die Anschuldigungen unter anderem auf stilistische Auswertungen alter Schulaufsätze Terentjevs. 

Als der Musiker nach Ablauf eines Reiseverbotes zu einem Auftritt seiner Band nach St. Petersburg fahren wollte, wurde er zur Fahndung ausgeschrieben und aus dem Zug geholt, um ihm die Vorladung zum nächsten Verhör zu übergeben. Ihm drohen nun eine Geldstrafe von mindestens 200.000 Rubel (knapp 5.800 Euro) oder bis zu fünf Jahre Haft - die Anklage lautet auf "Erregung von Haß oder Feindschaft, gleichzeitig Erniedrigung der menschlichen Würde." 

Russlands Blogger reagieren verunsichert. So zitiert beispielsweise td_mtu_1500ag nur den Artikel von gazeta.ru über den Fall und kommentiert, er werde nur Filmrezensionen verfassen, da er nicht auf den Solowezki-Inseln enden wolle.