Wie aus einem Bericht der „Novyje Izwestija“ hervorgeht, glaubt die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Rußlands nicht daran, durch Demonstrationen etwas bewirken zu können. Wie aus einer Umfrage hervorgeht, schließen 72,5 Prozent der Befragten die Teilnahme an Protestaktionen aus – 27 Prozent mehr als noch vor drei Jahren. 16 Prozent gaben an, sich vorstellen zu können, zu demonstrieren, 4 Prozent taten dies in der Vergangenheit tatsächlich. Die politisch aktivste Gruppe ist dabei die der über 50jährigen, deren Angehörige zweimal so häufig zu Demonstrationen gehen und Petitionen unterschreiben, wie die jüngere Generation.
Mittwoch, 24. September 2008
Donnerstag, 18. September 2008
Estland: Volkszählung im Internet
Die nächste Volkszählung in Estland könnte 2011 teilweise über das Internet stattfinden. Dies berichtet postimees.ee. Um Kosten zu sparen, ist im Gespräch, die Volkszählung mit der Steuererklärung zu verbinden, die beinahe 100.000 Esten bereits online ausfüllen. Für alle, die ihre Daten nicht am Computer eingeben wollen, würde weiterhin die Möglichkeite bestehen, den Fragebogen auf Papier auszufüllen. Die letzte Volkszählung in Estland im Jahre 2000 kostete den Staat 150 Millionen estnische Kronen (ca. 10 Millionen Euro), die Kosten für 2011 wurden im vergangenen Jahr auf 400 Millionen Kronen veranschlagt (ca. 27 Millionen Euro). Für 2011 sind Volkszählungen in allen Ländern der EU vorgesehen. Um diese bereits im Frühjahr durchführen zu können, muß das estnische Parlament noch ein Gesetz ändern, demzufolge Volkszählungen mindestens drei Jahre im Voraus angekündigt werden müssen. Estland zeigt sich gerne als Vorreiter in der Nutzung elektronischer Medien und schuf bereits die Möglichkeit, über das Internet zu wählen.