Wie komiinform.ru berichtet, hat sich Igor Wasiljew, Vertreter der Republik Komi im russländischen Föderationsrat, dafür ausgesprochen, Parlamentarier aus finno-ugrischen Staaten außerhalb Rußlands sowie finno-ugrischen Regionen in Rußland zusammenzubringen. Unabhängige Staaten, in denen finno-ugrische Sprachen gesprochen werden, sind Finnland, Estland sowie Ungarn. Zu den finno-ugrischen Regionen Rußlands gehären neben Komi unter anderem Mari El, Udmurtien, Mordwinien und Karelien. Eine Internationale Assoziation finno-ugrischer Gesetzgeber könne nach Ansicht des Senators unter anderem dem Erfahrungsaustausch dienen, aber auch bei der Lösung konkreter Aufgaben helfen. Allen Regionen gemeinsam sei die Sorge um die Erhaltung von Kultur und Sprache, aber auch das Bestreben, aktiv an der Realisierung sozialer Projekte und Initiativen mitzuwirken.
Dienstag, 2. Dezember 2008
Mittwoch, 17. September 2008
Udmurtien feiert 450 Jahre mit Rußland
In Ischewsk fanden am heutigen Mittwoch Feierlichkeiten anläßlich des 450jährigen Jubiläums des „ freiwilligen Eintritts Udmurtiens in den russischen Staat“ statt. Dies berichtet „Rosbalt“.
Welchem Ereignis genau gedacht wird, läßt sich auch der offiziellen Webseite der Republik Udmurtien zum Jubiläumstag nicht entnehmen. Vielmehr ist hier die Rede davon, daß die Eingliederung der finno-ugrischen Udmurten in den russischen Staat in Etappen verlief und 1558 abgeschlossen worden sei. Der jetztige Jahrestag wurde jedoch bereits 1958 (400 Jahre) sowie 1983 (425 Jahre) in der Sowjetunion begangen. Anläßlich des 450jährigen Jubiläums erschienen in diesem Jahr in Rußland Gedenkmünzen.
Schajmijew fehlt
Die Abwesenheit des tatarischen Präsidenten Mintimer Schajmijew bei den Feierlichkeiten gab Anlaß zu weiteren Spekulationen um seinen Gesundheitszustand. Gerüchte über sein Ableben waren in den vergangenen Tagen wiederholt unter Hinweis auf einen Urlaub Schajmijews in der Türkei dementiert worden.
Montag, 13. August 2007
Pilze sammeln nur noch mit Erlaubnis

Das Parlament der russischen Republik Udmurtien rüttelt, wie Sergej Beljak schreibt, an einem Tabu, an das sich noch nicht einmal die sowjetische Führung gewagt habe: künftig sollen die Einwohner der Region eine Erlaubnis des Forstamtes benötigen, um Pilze, Beeren und andere Früchte des Waldes zu sammeln. Und auch in einer Gesellschaft, die sonst so manche Einschränkungen ihrer Freiheitsrechte hinnimmt, regt sich Protest, wenn ihre heiligsten Traditionen angegriffen werden. Aus diesem Grund wurden ähnliche Pläne vor zwei Jahren fallengelassen. Jetzt sind sich die Mächtigen aber ihrer Sache offenbar so sicher, daß das unpopuläre Projekt trotz bevorstehender Wahlen in erster Lesung verabschiedet wurde. Ähnliche Regelungen gibt es in Rußland übrigens schon im Krasnojarsker Gebiet, wo für Beeren- und Pilzesammler Höchstmengen festgelegt wurden, bei deren Überschreitung eine Strafe droht.
Foto: Fastfood, „Steinpilz“
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