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Sonntag, 23. November 2008

Alisa-Sänger verteidigt Krieg gegen Georgien

In einem Interview mit der russischen Zeitung Izwestija hat der Sänger der Band „ Alisa“ , Konstantin Kintschew, den russischen Krieg gegen Georgien verteidigt. Damit distanzierte Kintschew sich gleichzeitig von seinem Musikerkollegen Jurij Schewtschuk von der Gruppe „ DDT“, der mit der Parole „Schieß nicht!“ aufgetreten war. „Schieß nicht!... Schieß nicht auf wen, an wen ist das gerichtet?“ fragte Kintschew. „ Schieß nicht – im Sinne von hilf nicht etwa, rette nicht, strecke nicht deine Hand zur Hilfe aus?“ Hätte der russische Staat nicht geholfen, hätte das ossetinische Volk als Ethnos verschwinden können, so Kintschew.


Der Sänger der in Rußland populären Gruppe bekennt sich seit 1992 zum orthodoxen Christentum. Religiöse sowie patriotische Themen spiegeln sich seither auch in den Liedern von „Alisa“. Im Juni hatte Kintschew mit den Worten „Kosovo ist das Herz Serbiens und die Krim gehört zu Rußland“ in der Izwestija ein Konzert zur Unterstützung Serbiens in Belgrad angekündigt.

Freitag, 12. September 2008

Russisches Bier

Auf den wachsenden Patriotismus russischer Konsumenten scheint die Brauerei "Otschakowo" (Очаково) zu setzen. Ziel ihrer jüngsten Werbekampagne sei es, so die Firma in einer Pressemitteilung, den Verbraucher zu informieren, "daß Otschakowo der einzige 100 Prozent russische Hersteller von Bier ist". Auf Werbetafeln wird die Frage "Welches Bier trinken Sie?" gestellt und die "geografische Herkunft" von Konkurenzmarken aufgezählt: "Baltika" gehöre zur dänischen Brauerei Carlsberg, "Botschkarew" zum holländischen Heineken-Konzern, "Klinskoe" zum belgischen "Sun InBev", "Zolotaja Botschka" zu Miller aus Südafrika sowie "Starij Melnik" zu Efes aus der Türkei.

Donnerstag, 4. September 2008

Rußland: Flagge zeigen erlaubt

Wie die "Novyje Izwestija" berichtet, beschloß die russische Duma ein Gesetz, das es unter anderem Fußballfans künftig erlaubt, ohne Angst vor Strafe die russische Nationalfahne zu Länderspielen mitzunehmen. Bisher definierte das Gesetz "Über die Staatsfahne" nur deren offiziellen Gebrauch, jegliche andere Verwendung war theoretisch verboten und konnte mit einer Strafe von bis zu 500 Rubel (ca. 13,90 Euro) belegt werden. Nun ist jegliche Verwendung der Flagge, abgesehen von Schmähungen, erlaubt.

Mittwoch, 27. August 2008

Mit Fähnchen zur Schule

Wer Rußland seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion regelmäßig bereist hat, konnte eine stetig wachsende Präsenz nationaler Symbole im Alltag beobachten. Nun werden von der patriotischen Welle offensichtlich auch immer mehr die Schulen erfaßt. Korrespondenten des Portals "Nowyj Region" besuchten eine Schulmesse im Ural, um die Trends für das am 1. September beginnende neue Schuljahr kennenzulernen. In dem Bericht heißt es, daß die Schüler "immer patriotischer werden". Wachsender Beliebtheit erfreuen sich Schüler-Tagebücher mit der Karte Rußlands sowie staatlicher Symbolik : Flagge, Wappen oder Zeichnungen des Kreml. Doch damit nicht genug: immer mehr Eltern beschenken ihre Kinder mit kleinen russischen Fähnchen, mit denen sie sich auf den Weg zu ihrem ersten Schultag machen.